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  Colonel Dr.Seymour Levine
 




Dr.Levine war Allgemeinchirurg und Chef des 196th Station Hospital in Shape.
Außerdem war er Medical Advisor des SACEUR (Supreme Allied Commander Europe), einem amerikanischen Viersterne-General, welcher direkt dem amerikanischen Präsident unterstellt ist, und damit der mächtigste Militär der Welt ist. Seine Funktion wird packend beschrieben in dem 1979 erschienenen Buch von General Hackett "Der dritte Weltkrieg" (1984). Doch dazu kam es Gott sei Dank nicht.
Wie man an dem Lebenslauf leicht sehen kann, ist dieser unvollständig. Weitere Angaben kann ich aus Gesprächen mit ihm machen. Er war mit einer Frau aus der französischen Schweiz verheiratet, wo er auch einen Teil seiner medizinischen Ausbildung gemacht hat. Er ist in die US Army v.a. deswegen eingetreten, weil er dadurch die Welt anschauen konnte. Weitere Stationen waren Würzburg, Hawai, Vietnam und Addis Abeba. Letzteres wurde mir vergangenes Jahr von Prinz Asfa-Wossem Asserate bestätigt.
Levine als Leiter des amerikanischen Hospitals in Addis Abeba und in Teheran war zugleich auch einer der letzten behandelnden Ärzte von Kaiser Haile Selassie (Negus Negast) und Schah Reza Pahlevi (Schah-in-Schah).
Levine war ein Liebhaber des Orients und zugleich auch ein scharfer Kritiker der amerikanischen Orientpolitik.
Seinen Aufenthalt in Teheran mußte er vorzeitig beenden, weil er sich einer Operation wegen Bronchusstenose in Landstuhl/Pfalz unterziehen mußte. Diese Bronchusstenose war in Teheran als Nebenwirkung einer antihypertensiven Therapie eingetreten. Durch den vor-zeitigen Weggang von Teheran blieben ihm und seiner Familie die Geiselnahme erspart.
Durch die Operation und die Rekonvaleszenz bedingt kam er erst ein halbes Jahr nach mir nach Shape. Unser Verhältnis war sehr gut. Er lud mich auch ein, vor den Ärzten des Shape Hospitals einen englischsprachigen Vortrag über autogenes Training zu halten, welcher sehr gut ankam.
Er lud auch die ausländischen Kollegen in sein Haus ein, wo er einen ganzen Raum mit Souvenirs seiner verschiedenen Stationen hatte, u.a. ein Regal mit Bierkrügen aus Würzburg.
Sein wichtigster Lehrsatz betreffs des Fachgebietes Chirurgie war:
"You must never put your knife above your mind."
Zu meinem Abschied kam er in unseren Sanbereich und überreichte mir diese Anerkennungs-urkunde:


          

Ich erhielt natürlich auch von den Deutschen ein Zeugnis, und zwar von der Deutschen Stabs- und Versorgungskompanie in Shape:


                
 
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